Zum zwölften Mal werden in Bruchsal Stolpersteine verlegt
Am Montag, 18. Mai, ab 8.45 Uhr.
Das Projekt „Stolpersteine“ des Kölner Künstlers Gunter Demnig, im Jahre 1997 ins Leben gerufen, ist zwischenzeitlich zum größten dezentralen Mahnmal gegen Unterdrückung und Totalitarismus in Europa angewachsen. Seine kleinen „Stolpersteine“, zehn mal zehn Zentimeter große Würfel mit den Lebensdaten von NS-Opfern, werden verlegt vor den Häusern, in denen diese Menschen zuletzt freiwillig gelebt oder gearbeitet haben, aus denen sie vertrieben oder deportiert wurden.
Am Montag, 18. Mai, werden zum zwölften Mal Stolpersteine in Bruchsal verlegt. Maßgeblichen Anteil daran hat eine Projektgruppe des Justus-Knecht-Gymnasiums (JKG) aus Schülern der 8. Klasse unter fachkundiger Betreuung von Oberstudienrat Florian Jung. Die öffentliche Veranstaltung, gemeinsam ausgerichtet von der Stadt Bruchsal und dem Verein Stolpersteine Bruchsal e.V., beginnt um 8.45 Uhr vor dem Anwesen Durlacher Straße 27. Von dieser ersten Verlegestelle aus begeben sich die Teilnehmer gemeinsam zu den weiteren sechs Orten mit Abschluss in der Amalienstraße.
Eine gemeinsame Gedenkstunde im Saal des Martin-Luther-Hauses (Luisenstr. 1 A) mit biografischen Informationen zu den gewürdigten NS-Opfern schließt sich den Verlegungen etwa gegen 10.45 Uhr an. Aus diesem Anlass ist auch das Erscheinen einer kostenfrei erhältlichen Broschüre geplant, in der die Lebenswege der NS-Opfer nachgezeichnet werden.
