Projekt Stolpersteine
Das Projekt „Stolpersteine“ des Kölner Künstlers Gunter Demnig, im Jahre 1997 ins Leben gerufen, ist zwischenzeitlich zum größten dezentralen Mahnmal gegen Unterdrückung und Totalitarismus in Europa angewachsen. Seine kleinen „Stolpersteine“, zehn mal zehn Zentimeter große Würfel mit den Lebensdaten von NS-Opfern, werden jährlich in Bruchsal verlegt vor den Häusern, in denen diese Menschen zuletzt freiwillig gelebt oder gearbeitet haben, aus denen sie vertrieben oder deportiert wurden. Erinnert wird an jüdische Familien sowie ebenfalls an Opfer des systematischen Massenmords an Menschen mit körperlichen, geistigen und seelischen Einschränkungen.
Maßgeblich am Projekt beteiligt sind der Verein "Stolpersteine Bruchsal e.V." sowie die Projektgruppe des Justus-Knecht-Gymnasiums (JKG) aus Schülern der 8. Klasse unter fachkundiger Betreuung von Oberstudienrat Florian Jung, ebenso wie die Stadt Bruchsal, die weitere organisatorische Aufgaben übernimmt.
In einer Gedenkstunde stehen die Biografien und Schicksale der Opfer im Mittelpunkt, die an diesem Tag mit Stolpersteinen gewürdigt werden. Ebenfalls erscheint jährlich eine Broschüre, in der die Lebenswege nachgezeichnet werden. Die Broschüre (3,8 MB) der Verlegung am 23. Mai 2025 liegt zum Download bereit. Als Broschüre erhalten Sie diese an diversen Auslagestellen, im Rathaus am Marktplatz oder über kultur@bruchsal.de.
Spenden für das Projekt Stolpersteine (Projektname bitte angeben) werden über den Verein "Stolpersteine Bruchsal e.V." gerne entgegengenommen. Konto: DE54 6635 0036 0007 1516 32.
Die 12. Stolpersteinverlegung findet am 18. Mai 2026 statt. Treffpunkt ist um 9 Uhr an der Ecke Durlacher Straße / Ritterstraße, die Teilnahme ist kostenfrei / öffentliche Veranstaltung.
Von der ersten Verlegestelle in der Durlacher Straße aus begeben sich die Teilnehmer gemeinsam zu weiteren Orten in der Bruchsaler Innenstadt. Eine Gedenkstunde mit biografischen Informationen zu den gewürdigten NS-Opfern schließt sich den Verlegungen etwa gegen 11 Uhr an.
Aus diesem Anlass ist auch das Erscheinen einer kostenfrei erhältlichen Broschüre geplant, in der die Lebenswege der NS-Opfer nachgezeichnet werden.
