Streuobstmuseum

Streuobstwiesen sind für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten und damit für die Artenvielfalt von großer Bedeutung. Mehr als 3000 Obstsorten und mehr als 5000 Tier- und Pflanzenarten finden hier einen Lebensraum. In den vergangenen 20 Jahren hat sich jedoch die Zahl der Streuobstbäume bereits um 20 Prozent verringert. Noch dramatischer steht es um den Zustand der Bäume. Etwa 80 Prozent werden nicht oder nur unzureichend gepflegt. Bei der Stadt Bruchsal wie auch im Landkreis Karlsruhe gibt es deshalb zahlreiche Aktionen und Initiativen zum Erhalt der Streuobstwiesen.
Auch das 1995 eingeweihte Streuobstmuseum mit seinen hochstämmigen Obstbäumen bietet zahlreiche Informationen zum Streuobstbau und ist Standort verschiedener Veranstaltungen u.a. regelmäßig stattfindende Obstbaumschnittkurse. Informationen und Hinweise zu den Terminen finden Sie weiter unten im Abschnitt "Veranstaltungen/Obstbaumschnittkurse."
Das Streuobstmuseum ist außerdem Bestandteil des Bildungsprojektes „Netzwerk Heubühl“
Unter nachfolgedem Link finden Sie weitere Informationen:
Faltblatt Streuobstmuseum.
Die Stadt Bruchsal ist auch Mitglied in der Streuobstintiative. Unter nachfolgendem Link kommen Sie auf die offizielle Seite: Streuobstinitiative e.V.
Der Verein fördert seit 1996 den Erhalt der artenreichen Streuobstwiesen in der Region über die Vermarktung der Streuobstwiesenprodukte.
Weitere Informationen:
Veranstaltungen/Obstbaumschnittkurse
Die Stadt Bruchsal bietet seit vielen Jahren zusammen mit dem Baumschulgärtner Martin Rausch einen Winterschnittkurs und einen Sommerpflegekurs an.
Die Kurse finden im städtischen Streuobstmuseum, 300 m Feldweg in Verlängerung des Mozartweges, statt. Wetterfeste Kleidung ist erforderlich. Die Kosten betragen 5,- €/Person; Kinder unter 14 Jahren sind kostenfrei.
Für die Veranstaltung ist eine Anmeldung unter stadtplanungsamt@bruchsal.de unter Angabe der Personenzahl, Adresse und Telefonnummer oder telefonisch unter 07251/79-386 erforderlich (maximale Teilnehmerzahl 25).
Hinweis: Bei Anreise mit dem PKW im Mozartweg/Haydnstraße parken
Winterschnittkurs - Samstag, 07. Februar 2026
Vermittelt wird der Oeschbergschnitt - eine hinsichtlich Bewirtschaftung und Pflegeaufwand besonders empfehlenswerte Methode. Der Oeschbergschnitt stammt ursprünglich aus der Schweiz und wurde von Helmut Palmer weiterentwickelt. Bei der Palmer-Methode steht eine naturnahe und effiziente Obstbaumerziehung im Vordergrund, weshalb sie besonders für hochstämmige Obstbäume geeignet ist, die ein hohes Alter erreichen sollen. Nach einer kurzen theoretischen Einführung steht die Praxis im Vordergrund.
Sommerriss - Termin noch nicht festgelegt
Der Juniriss ist eine altbekannte Sommerpflegemaßnahme, die auf einfache Weise den Obstertrag und die Baumgesundheit fördert. Der Baumschulgärtner Martin Rausch zeigt, wie auf einfachste Art und Weise Holztriebe reduziert werden können. Das Entfernen der sogenannten Wasserschosser sorgt für optimalen Lichtgenuss der Früchte und fördert die Blütenbildung im nächsten Jahr. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Anfahrt
ÖPNV: Stadtbus Linie 182 Haltestelle „Krankenhaus“ oder „Mozartweg“ circa 600 Meter
Stadtbahn Linie S31/32 Haltestelle „Stegwiesen“ oder „Schloßgarten“, circa 2 Kilometer
Regionalbus-Linie 131, 132 Haltestelle „Haydnstr.“, circa 650 Meter
Regionalbus Linie 125 Haltestelle „Lebenshilfe“, circa 1 KilometerPKW:am Ende des Mozartwegs parken, dann auf dem Feldweg Richtung Ubstadt, circa 300 Meter



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