Sonntag, 06.09.2026 , 19:00 Uhr
Podiumsgespräch aus Anlass des Europäischen Tages der jüdischen Kultur mit Oberbürgermeister a.D. Bernd Doll, Prof. Dr. Johannes Ehmann und Dr. Alexander Lang

Kurzbeschreibung
Thema: „Wo Menschen nicht mehr mahnen können
Veranstalter: Kommission für Stadtgeschichte und Stadt Bruchsal
Eintritt frei, öffentliche Veranstaltung.
Anmeldungen erwünscht an E-Mail: kultur@bruchsal.de oder telefonisch an 07251 / 79-531 oder 79-183.
Beschreibung
Mit einem ursprünglich vom alten jüdischen Friedhof in Obergrombach stammenden Grabstein wurde in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1988 die Tür zum Rathaus in Bruchsal blockiert. Der Stein war ein Fund aus einem Hohlweg, in dem Handlanger des NS-Regimes im Jahr 1939 rund 850 jüdische Grabsteine verbaut hatten. Die Aktion gab den Anstoß zu deren Rückführung und zur Sanierung des Friedhofs, auf dem 1995 auch ein Mahnmal für die jüdischen Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft errichtet wurde.
Urheber der anonymen Aktion war der Bruchsaler Pfarrersohn und ehemalige Mannheimer Studentenpfarrer Johannes Ehmann. Erst 2024 bekannte sich der Heidelberger Kirchenhistoriker dazu. Der damalige Bruchsaler Oberbürgermeister Bernd Doll war sich der Bedeutung dieser Funde augenblicklich klar, sorgte in enger Abstimmung mit der Israelitischen Religionsgemeinschaft in Baden für die Rückführung der Steine und für die würdige Wiederherstellung des Friedhofes. Im Gespräch mit Dr. Alexander Lang erinnern sich die damals Beteiligten an die Ereignisse.
