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Das Narrenschiff

Denkmal für Otto Oppenheimer, Erfinder der Fastnachtsfigur Graf Kuno

Vier Personen betrachten das Denkmal: drei breite Steinstelen mit Comic-artig gezeichneten Figuren, gelber Hintergrund
Das "Narrenschiff" auf dem Otto-Oppenheimer-Platz zu Ehren des Graf-Kuno-Erfinders. Foto: PM

Die offizielle Enthüllung des Graf-Kuno-Denkmal am Otto-Oppenheimer-Platz fand am 20. September 2020 statt. „Das Narrenschiff ist endgültig im sicheren Hafen angekommen“, sagte Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick in ihrer Ansprache. Dafür hätten immer wieder „Lotsen und Schlepper“ in der Stadt gesorgt, Unterstützer, Spender und Förderer.

Bereits 2013 habe Michael Tinz, der ehemalige Ehrenpräsident der Bruchsaler Großen Karnevalsgesellschaft GroKaGe die Idee eingebracht, ein Denkmal zu setzen für die Fasnacht und deren Symbolfigur Graf Kuno. Somit auch für ihren „Erfinder“ Otto Oppenheimer. Keine leichte Zielsetzung sei das gewesen, sagte Petzold-Schick. Der Künstler Wolfgang Thiel habe die Aufgabe „auf hervorragende Weise umgesetzt“. Er selbst habe es anfangs für „eine Sache der Unmöglichkeit gehalten, das heitere Thema Fasnacht und die dunkle Geschichte der jüdischen Familie Oppenheimer in einem Kunstwerk zu vereinen“, sagte Wolfgang Thiel in seiner Rede. Man finde dann auch beides wieder: „Sowohl Zuversicht als auch Gefährdung“, erläuterte Kunsthistoriker Ulrich Simon.

Der Bilderbogen auf den Fliesen der Staatlichen Majolika Karlsruhe zeige „konkret erlebte, persönliche Historie“. Inspiriert seien die Darstellungen von einer Federzeichnung des Malers Karl Hubbuch, der mit Oppenheimer befreundet war. Vier Porträts lassen Otto Oppenheimer erkennen – eines davon mit dem Manuskript vom „Brusler Dorscht“ in der Hand. „Das karnevalistische Trinklied, mit dem Otto Oppenheimer in Bruchsal bis heute bekannt geblieben ist, bot Wolfgang Thiel einen äußeren Anlass zur Integration von viel Mummenschanz ins Denkmal“, so Kunsthistoriker Simon.

„E bissl gel, aber des passt zum Rathaus“, befand Graf Kuno alias Heimfried Werner. Im fiktiven Gespräch mit seinem „Erfinder“ Otto Oppenheimer betrachte er die bunten Fliesen genauer. Anschließend sang er den „Brusler Dorscht“ mit Drehorgelbegleitung – mit neuem Text und ohne Unterstützung des Publikums. „Diese Veranstaltung und die Würdigung seiner Familie hätte Otto Oppenheimer gefreut“, sagte Heimfried Werner. Auch Michael Vettermann, Präsident der GroKaGe, bedankte sich für die Würdigung ihres „Kappenbruders Otto“. Gerne habe man das Projekt und die Idee von Michi Tinz überstützt, so Michael Kaltenbach, Konrad Schweikert GmbH, im Namen der Spender.  (mar)

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