Informationen zur aktuellen Entwicklung des Corona-Virus in Bruchsal

Aufgrund der aktuellen Entwicklung in Sachen Corona-Virus hat die Stadt Bruchsal umfassende Maßnahmen beschlossen. Auf der Informationseite finden Sie alles Wissenswerte speziell für Bruchsal und seine Stadtteile.

Energiequartiere

Wie Energie wirkungsvoller genutzt werden kann und welche Einsparmöglichkeiten es in einem flächenmäßig zusammenhängenden Gebiet gibt, darum geht es bei Integrierten Quartierskonzepten – gefördert durch die KfW-Bank.
Integrierte energetische Quartierskonzepte benennen Ziele und Umsetzungsstrategien für die energieeffiziente Stadt. Ein abgestimmtes Handlungskonzept ist eine wichtige Grundlage für die Stärkung der Zukunftsfähigkeit unserer Städte. Durch die Einbindung aller relevanten Akteure – Bürger, Wohnungswirtschaft, private Eigentümer, Mieter und Energieversorger – werden gemeinsam getragene Ansätze möglich.
In Bruchsal gibt es folgende Energiequartiere:

Südstadt
 
Das Energiequartier Südstadt ist ein Kooperationsprojekt zwischen der Stadt Bruchsal, dem Landkreis Karlsruhe und den Stadtwerken Bruchsal. Auftragnehmer ist die Umwelt- und Energieagentur Kreis Karlsruhe.
Von 2014 bis 2015 wurde das Quartierskonzept für die Südstadt erarbeitet. Es wurden unter anderen Thermografieaufnahmen der Gebäude erstellt und den Eigentümern zur Verfügung gestellt, kostenfreie Energieberatungen durchgeführt, Energiediagnosen der beiden Schulen erarbeitet und die Möglichkeit einer Fernwärmeversorgung in drei Varianten auf ihre Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit hin untersucht.
2016 bis August 2019 wurde im Rahmen des Sanierungsmanagements das Fernwärmekonzept konkretisiert und der Förderantrag „Kommunale Klimaschutz-Modellprojekte“ vorbereitet.
Dank der erfolgreichen Bewerbung können die Stadtwerke bis Juni 2021 das Fernwärmenetz  https://www.fernwaerme-suedstadt.stadtwerke-bruchsal.de/) zwischen der Konrad-Adenauer-Schule und dem Gewerblichen Bildungszentrum realisieren. Begleitend dazu wurde ein Öffentlichkeitskonzept entwickelt, das Schulprojekte und verschiedene Informationstafeln entlang der Fernwärmtrasse vorsieht. Neben weiteren Energieberatungen erhielten alle Eigentümer im Quartier, die nicht an der Fernwärmetrasse liegen, die Möglichkeit sich einen individuellen Sanierungsfahrplan zu besonders günstigen Konditionen erstellen zu lassen.
Bis Februar 2022 wurde das Sanierungsmanagement nochmal verlängert. Es sind insbesondere Schulprojekte, Führungen und die Aufstellung der Informationstafeln parallel zu den Baufortschritten der Fernwärmeversorgung geplant. Auch die Themen Gebäudesanierung und Bewerbung des individuellen Sanierungsfahrplans sollen fortgesetzt werden.

Belvedere
 
Die Stadt Bruchsal hat sich zusammen mit den Stadtwerken Bruchsal und dem Landkreis entschlossen, ein „Energiequartiersprojekt“ rund um das Bruchsaler Schloss durchzuführen. Mit der Durchführung ist die Umwelt- und Energieagentur Kreis Karlsruhe beauftragt. Zusammen mit weiteren Fachexperten ihrer Partnerbüros werden viele Themen der Energiewende und des Klimaschutzes vor Ort bearbeitet.
 
Das „Quartier Belvedere“ grenzt nördlich an die Kernstadt Bruchsal und reicht von der Kaiserstraße bis zum Knotenpunkt Forster Straße/ Heidelberger Straße/ Robert-Koch-Straße. Die Ost- West-Ausdehnung reicht vom Mozartweg bis zur Zollhaldenstraße. Im Quartier befinden sich viele öffentliche Liegenschaften, unter anderem das Schönborn Gymnasium und die Johann-Peter- Hebel-Schule der Stadt Bruchsal, die Käthe-Kollwitz-Schule und das Klinikum des Landkreises sowie das Schloss Bruchsal und die Justizvollzugsanstalt als Liegenschaften des Landes Baden-Württemberg. Außerdem ist es durch eine große Anzahl an privaten und öffentlichen denkmalgeschützten Gebäuden sowie blockbauähnliche Strukturen gekennzeichnet.

Im Mittelpunkt steht die Überprüfung des Aufbaus eines flächigen Wärmenetzes für öffentliche und private Akteure. Priorität hat jedoch zunächst die zentrale Wärmeversorgung des städtischen Schönborn-Gymnasiums sowie der landkreiseigenen Käthe-Kollwitz-Schule. Hierzu werden Ausbauszenarien eines Wärmenetzes mit unterschiedlichen Erzeugungstechnologien entwickelt. Darüber hinaus spielt das Thema Gebäudesanierung eine wichtige Rolle: Beratungsangebote und Gebäudeanalysen stehen für öffentliche und private Akteure zur Verfügung.

„Integrierten Quartierskonzepten“

Was ist ein „Energiequartier“?
 
Es handelt sich hierbei um Untersuchungen von energieeffizienten Sanierungsmaßnahmen und um Darstellung von Energie-Einsparpotenzialen in einem definierten Stadtgebiet. Neben dem Thema Gebäudesanierung werden auch Fragen zur Energieversorgung und zum nachhaltigen Verkehr behandelt. Ziel ist es, die Energiekosten in diesem Gebiet deutlich zu senken und ein Konzept für eine nachhaltige Energieversorgung zu entwickeln, inklusive ökologischer und ökonomischer Bewertung.

Warum ein „Energiequartier“?

Immobilienbesitzer/-innen erhalten kostenlos, speziell auf Ihr Gebäude abgestimmte, Informationen darüber welche Sanierungsmaßnahmen ökonomisch und ökologisch sinnvoll sind, wie hoch die Investitionskosten sowie die Energiekosteneinsparungen sind.
Die Stadt erhält verlässliche Informationen über die Gebäudezustände und Sanierungserfordernisse im entsprechenden Quartier sowie eine übergreifende Strategie für eine zukünftige, umweltfreundliche Energieversorgung im Quartier. Nicht zuletzt profitiert die Stadtgemeinschaft von Sanierungsmaßnahmen durch:
- regionale Wertschöpfung,
- Verminderung der CO2 – Emissionen
- und einer verbesserten Umweltbilanz für alle Beteiligten.

Wie ist der Ablauf eines „Energiequartiers“?

Mithilfe von Datenerhebungen werden umfassende Informationen zu drei zentralen Themen ermittelt:
 
Architektur und StädtebauMobilität und VerkehrEnergie und Klimaschutz
 
Bei Architektur geht es um Fragen des „Altersgerechten Wohnens“; um Begrünungen – sei es auf dem Dach, an Fassaden oder im Straßenraum; um sommerlichen Hitzeschutz wie natürliche oder technische Verschattung; aber auch darum, wohin mit dem Wasser bei Starkregen.
Beim Verkehr wird die Nutzung der Verkehrsmittel (Auto, Rad, Bus, Bahn) genauer betrachtet, welche Angebote es im Quartier gibt: Abstellplätze, Mietangebote oder Informationssysteme wie z.B. elektronische Anzeigetafeln und wie sich das Straßenbild insgesamt darstellt.
Zum Thema Energie werden Energieberatungen für Immobilienbesitzer/ -innen durch neutrale Berater angeboten und v. a. folgende Fragen untersucht:
Wie lässt sich Heizenergie sparen, wie der Stromverbrauch senken?Wo bieten sich dafür Solaranlagen als Lösung an oder sind gar eigene Stromspeicher im Quartier sinnvoll?Welche Wärmeversorgungsvarianten auf Basis erneuerbarer Energien gibt es?
Die Umsetzungen der daraus resultierenden Maßnahmen führen zu Energie- und Kosteneinsparungen, Wertsteigerung der Immobilien und zu mehr Klimaschutz – nicht nur bei Einzelobjekten, sondern im ganzen Quartier.
 

Ihre Ansprechpartnerinnen

Frau
Dorit Helms
Stadtbauamt
Abteilung Gebäude- und Energiemanagement
Otto-Oppenheimer-Platz 5
76646 Bruchsal
Telefon 07251 79619
Fax 07251 79485

Frau
Renate Korin
Stadtplanungsamt
Umweltstelle
Otto-Oppenheimer-Platz 5
76646 Bruchsal
Telefon 07251 79702
Fax 07251 7911702