Ambrosia-Pflanzen- Problem für Allergiker und die Natur

Ambrosiapflanze, Quelle: LUBW

Das aufrechte Traubenkraut, besser bekannt als hohe Ambrosia (Ambrosia artemisiifolia), wurde Mitte des 19. Jahrhunderts aus Nordamerika eingeschleppt. Seither breitet sie sich massiv in Europa aus und verdrängt die typische einheimische Flora. Inzwischen ist die Ambrosia auch in der Region Bruchsal angekommen.

Die Ausbreitung dieser Pflanze sollte genauestens verfolgt werden, da ihre Pollen stark Allergie auslösend sind und somit ein erhöhtes Risiko für die Gesundheit besteht. Durch die späte Blütezeit von August bis Oktober und die bis zu einer Milliarde große Pollenanzahl pro Pflanze verlängert sich auch die Leidenszeit für Allergiker.

Die Auswirkungen für sensibilisierte Personen sind enorm, denn die Pollen können Heuschnupfen, allergische Reaktionen der Atemwege und der Haut auslösen. Bei einem Viertel der Betroffenen treten Atemnot oder Asthmaanfälle auf.

Das einjährige Kraut, welches zur Familie der Korbblütengewächse gehört, kann eine Wuchshöhe von bis zu 1,80 m erreichen und lässt sich an Hand einiger markanter Merkmale gut bestimmen:

Erkennungsmerkmale der Ambrosia 

  • Blätterober- sowie Unterseite grün
  • Stängel behaart; bei jüngeren Pflanzen grün, bei älteren Pflanzen Stängel rotbraun
  • Blätter doppelt gefiedert, behaart
  • gelber, ährenähnlicher Blütenstand

Man kann die Ambrosia vor allem mit dem gemeinen Beifuss (Artemisia vulgaris) verwechseln. Wichtigstes Unterscheidungsmerkmal, ist die weißfilzige Blattunterseite des Beifusses im Gegensatz zur Ambrosia, deren Blätter beidseitig grün sind.

Das aufrechte Traubenkraut gedeiht bei warmem, nicht zu trockenem Klima auf stickstoffreichen Böden und ist besonders an offenen Flächen wie Begleitstreifen, Brachflächen oder Schuttplätzen anzutreffen. Die sehr widerstandsfähigen Samen können über vielfältige Wege verbreitet werden. Verunreinigtes Vogelfutter ist dabei die häufigste Ursache der Ausbreitung. Deshalb ist es besonders wichtig Vogelfütterungsplätze auf Ambrosiapflanzen hin zu kontrollieren.

Als Ambrosia identifizierte Pflanzen sollten umgehend komplett mit Wurzel und Blüte entfernt werden. Falls dies bei größeren Beständen nicht möglich ist, kann die Pflanze auch möglichst tief und vor der Samenreife abgemäht werden. Da sie jedoch meist nachwächst, muss häufiger gemäht werden. Die Ambrosiapflanzen dürfen nicht über den Kompost oder die Grüngutsammelstellen entsorgt werden! Sie gehören in verschlossenen Plastiksäcken in den Hausmüll. Beim Arbeiten sollten möglichst Handschuhe und ein Atemschutz verwendet werden. Nach dem Entfernen der Pflanzen ist eine Begrünung der entstandenen Freifläche zu empfehlen, so dass keine Ambrosia-Samen mehr keimen können.

Informationen zum Thema Abrosia finden Sie auf der LUBW-Interneteite unter

http://www.lubw.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/26311/

oder

http://www.lubw.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/228795/

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