Hellbardier-Statue im Vordergrund, Bühne und Schloss im Hintergrund
Bezauberndes barockes Ambiente beim Schlossfestival Foto: BTMV

Tagebuch eines Schlossfestivals

Konzert-Highlights auf der Schlossbühne und im Ehrenhof

300 Jahre Schloss Bruchsal - das musste gefeiert werden! Vom 28. Juli bis 5. August fanden auf der atemberaubenden Schlossbühne sowie im Ehrenhof Konzerte der Extraklasse statt. Ein Rückblick auf die Highlights.

Zum Schlossfestival-Programm

Orchester und Dirigent auf Bühne
Eindrücke des Premierenabends in der Schloss-Arena Bruchsal. Aufführung der Staatsoper Stuttgart unter der Leitung von Thomas Guggeis; die italienische Sopraniston Maria Agresta als eifersüchtige Floria Tosca, und der Tenor Martin Muehle. Foto: Markus Pfahler

Furioser Auftakt zu einer spektakulären Konzertreihe

Mit Giaccomo Puccinis Oper "Tosca" startete das Schlossfestival 300 Jahre Schloss Bruchsal. Die Staatsoper Stuttgart unter der Leitung von Thomas Guggeis eröffnete die neuntägige Konzertreihe in der Schlossarena. Rund 2.000 Besucher/-innen strömten zum Premierenabend in den Bruchsaler Schlossgarten und genossen bei milden Temperaturen das erste Highlight in atemberaubender Kulisse. Im Anschluss an die Premiere sagte Bruchsals Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick: „Wir erleben eine traumhafte Kulisse, volle Ränge und ein musikalisches Highlight in unserem Schloss. Die Premiere ist gelungen, das Bruchsaler Publikum überzeugt. Ich kann nur jeden, der noch keine Tickets hat, einladen die einmalige Atmosphäre in unserer Schlossarena selbst zu erleben. Wer das an einem der weiteren Abende nicht wahrnimmt, verpasst etwas ganz Besonderes in unserer Stadt und die gesamte Region.“
„Der Premierenabend zeigt, dass es die richtige Entscheidung war, dieses Schlossfestival auszurichten. Das Ambiente, die Performance und der Sound überzeugen nicht nur heute jede/-n Musikliebhaber/-in, da bin ich mir sicher“, sagte Frank Kowalski, Geschäftsführer der Bruchsaler Tourismus und Marketing GmbH, die das Schlossfestival ausrichtet.
Eine Besucherin berichtet: „Ich fand es total klasse. Es ist toll, dass wir in Bruchsal so etwas Außergewöhnliches auf die Beine stellen. Der Premierenabend, die Kulisse, die musikalische Darbietung - alles hat mich überzeugt. Ich habe mich gestern entschieden, die Schlossfestspiele, wenn es geht jeden Abend zu besuchen.“ Ähnliche Rückmeldungen bekamen die Veranstalter auch von anderen Besucher/-innen des Premierenabends. (Presse Stadt Bruchsal)

Ensemble auf Bühne vor Leinwand
Klassik vor historischer Kulisse Foto: BTMV

Vollmundige Klänge vor historischer Kulisse

Vom Gala-Abend mit Höhepunkten aus Wagners Lohengrin waren nicht nur eingefleischte Wagner-Fans fasziniert und mitgerissen. Star-Tenor Klaus Florian Vogt als Lohengrin und Simone Schneider als Elsa ließen die Herzen der 1.200 Opernfans und Klassikliebhaber/-innen in der Bruchsaler Schloss-Arena höherschlagen. Vogt, der den Lohengrin seit mehr als zwei Jahrzehnten weltweit überragend auf die Bühne bringt, war vom Ambiente angetan. „Das ist hier ein atemberaubender und beeindruckender Rahmen mit herausragender Akustik“, kommentierte der Star-Tenor die Atmosphäre eines lauen Sommerabends. Simone Schneider begeisterte mit ihrer einzigartigen Stimme mitten hinein in die Sagenbasierte Handlung der romantischen Wagner-Oper.
Das Staatsorchester der Staatsoper Stuttgart, erneut unter Leitung des „Dirigenten-Wunderkind“ Thomas Guggeis, erfüllte mit 150 Akteuren Bühne und Sommerluft mit vollmundigen Klängen. Ludwig van Beethovens 7. Symphonie rundete den Abend ab, der mit Superlativen punktete: Die hohe Qualität der musikalischen Darbietung, die phänomenale Akustik gepaart mit dem Ambiente des Bruchsaler Schlosses war ergreifend, faszinierend und spannend zugleich, so die Besucher/-innen. (SK/BTMV)

Till Brönner mit Saxophon vor Schloss
Till Brönner wurde zweimal für den Grammy- nominiert. Foto: BTMV

Musikalische Urlaubsreise

Till Brönner, Deutschlands erfolgreichster Jazztrompeter, entführte sympathisch, charismatisch und mit viel Emotion die Besucher/-innen und Besucher am dritten Tag der Schlossfestspiele „On Vacation“. Die Reise führte über Frankreich, New York, Rio de Janeiro, quer durch Europa zurück nach Bruchsal. Eine Reise, die die Sinne beflügelt.
Umrahmt vom Licht der untergehenden Sonne in der Schlossarena mit dem Song „Lemonade“ im Ohr, war die Provence ganz nah. Das war dann das Gänsehautgefühl, das solche Abende so besonders macht.
Brönner hauchte mit der Trompete zarte Sommertöne aus seinem Album “On Vacation” in die laue Sommerluft und verzauberte das Publikum, aber nicht nur mit sphärischen Trompetenklängen zogen Brönner und seine Band die Konzertliebhaber/-innen in ihren Bann, sondern auch mit gesanglichen Einlagen.
Till Brönner hat mit seinen Anekdoten und Geschichten rund um die Welt des Jazz und seiner bekannten Musiker ganz sicher das Herz vieler Besucher/-innen berührt. (SK/BTMV)
 

Curtis Stiger mit Saxophon

Welcome to Las Vegas…

…so oder so ähnlich das Gefühl und die Stimmung beim vierten Tag des Schlossfestivals. Ein unaufgeregter, bodenständiger, emphatischer und mitreißender Curtis Stigers lud zu einem Besuch von Las Vegas der 60er Jahre ein. Beim Sound der Swinging 60s fühlte man sich am Spieltisch neben Frank Sinatra sitzend. Musik für die Ewigkeit in vollkommener Harmonie in Szene gesetzt von der SWR Big Band.  Die virtuose Band harmonierte bestens mit dem US-Sänger, Saxophonisten und Songwriter bei mehreren Sinatra-Songs und der Sound schmolz bei hochsommerlichen Temperaturen geradezu in der lauen Abendluft dahin.
Wieder ein launiger Abend der Superlative, bei toller Musik. Die Stimmung in der Schloss-Arena war ein weiteres Mal bombastisch. Schon gibt es Stimmen, die sich eine jährliche Wiederholung wünschen. Eine große Rolle spielt dabei sicherlich das Ambiente in der Schloss-Arena, das verzaubert, bezaubert und begeistert.  Das einfach nur grandios ist und gefangen hält. (SK/BTMV) 

Daniel Hope spielt Geige
Daniel Hope und das Orchester l’arte del mondo. Foto: BTMV

300 Jahre Schloss Bruchsal - 300 Jahre "Die vier Jahreszeiten"

Daniel Hope hat mit seiner Geige das Herz und die Seele berührt. Der deutsch-irische Geigenvirtuose spielte mit dem Orchester l’arte del mondo unter der Leitung von Werner Ehrhardt. Zusammen ließen sie die lyrischen Barock-Klänge von Vivaldis „Die vier Jahreszeiten“ erklingen - passend zum 300. Geburtstag des Schlosses. Dessen Grundstein wurde 1725 gelegt – im selben Jahr als Vivaldi sein Meisterstück komponierte. So war dieser Abend aus vielerlei Gründen ein sehr ergreifender Abend mit einem grandiosen Musiker.
Einfach nur atemberaubend. Ein Genuss für und mit allen Sinnen. Ein umwerfend sympathischer Musiker mit Witz und Charme. (SK/BTMV)

Blechbläserkapelle auf Bühne
Zehn Bläser, ein Schlagzeug - Das ist German Brass. Foto: BTMV

Sommerstimmung mit Blechblasinstrumenten

Zehn Bläser von German Brass, begleitet von einem wirbelnden Schlagzeuger, entlockten ihren Trompeten, Flügelhörnern, Posaunen, Waldhorn, Bariton und Bass mit Leichtigkeit und großer Virtuosität eine beeindruckende Bandbreite ungeahnter Klangdimensionen.  In ihrem „Live in Concert“ nahmen sie die rund 1.400 Zuschauer/-innen auf eine musikalische Weltreise mit, bei der sie Werke von Bach, Händel, Verdi bis hin zu Stücken der modernen Pop- und Filmmusik präsentierten.  
Die in fast fünf Jahrzehnten überhaupt nicht in die Jahre gekommene und so erfrischend jung agierende „erfolgreichste Boygroup der Welt“, blies bekannte Werke wie den „Triumphmarsch“ aus Aida, „Maria“ und „America“ aus der Westside Story oder „Piraten der Karibik“ aus Fluch der Karibik in den Schlosspark hinaus. German Brass unterhielt das begeisterte Publikum nicht nur musikalisch, sie brachte mit einer humoristischen Moderation die Besucher in eine fröhliche, sommerliche Abendstimmung. (BTMV)  

Gregory Porter auf Bühne am Mikrofon
Gregory Porter verzauberte sein Publikum Foto: BTMV

Weltstar begeisterte Publikum

Gregory Porter, der Mann mit dem herb-sanften Sound, war da. Der Weltstar, Grammy-dekoriert, dessen Markenzeichen eine Ballonmütze über einem Schlauchschaal ist, die er trotz hochsommerlicher Temperaturen im Bruchsaler Schlossgarten nicht ablegte, begeisterte 2600 Zuschauer in der Schlossarena.
Mit “Liquid Spirit” und “Laura” verzauberte er die Zuschauer und riss sie von den Sitzen. Nach dem faszinierenden “Revival” musste Porter zwei Zugaben abliefern, ehe er sich mit “Peace and Love” hochemotional vom Bruchsaler Publikum verabschiedete. “Großartig, Danke”, ließ sich der US-Sänger auf dem Weg in die Garderobe noch entlocken.
“Da blüht die Region auf, Bruchsal kommt mit diesem Festival in die Champions-League”, kam von Karlsruhes Oberbürgermeister Frank Mentrup ein ganz großes Lob, das seine Bruchsaler Amtskollegin Cornelia Petzold-Schick mit großer Genugtuung aufsaugte.
In der Tat: einen solchen Künstler hat die Barockstadt noch nicht gesehen. (BTMV)

Nahaufnahme Marc Martel
Marc Martel ist die Gesangsstimme des Hauptdarstellers im Oscar-prämierten Hollywoodfilm „Bohemian Rapsody“. Foto: BTMV/Markus Pfahler

Tribut an Freddie Mercury

Ein Sänger, der das Schloss beidseitig rockte, ein Publikum, das sich völlig losgelöst von Marc Martel, der Stimme von Queen-Sänger Freddie Mercury einfangen ließ – das Konzert „One Vision of Queen“ riss das Publikum von Beginn an bei „We will rock you“ von den Sitzen. Insgesamt 6.000 Besucher/-innen vor und hinter dem Schloss erlebten Marc Martel bei seinem einzigen Deutschland-Konzert enthusiastisch – die Schlossarena war mit 2.836 Sitzplätzen komplett ausverkauft. Das Publikum sang, klatschte und tanzte auf den Spuren von Freddie Mercury, einem der größten Sänger der Musikgeschichte. Weltstar Martel, der gerade aus Israel zurückgekommen war, zeigte sich tief beeindruckt vom Bruchsaler Ambiente. „In einer solchen Kulisse mit Schloss und Schlosspark habe ich noch nie gespielt“ meinte der 45-jährgige „Wir haben ein Schloss im Rücken, deshalb brauchen uns nicht kostümieren“.
Schon nach einer halben Stunde stand das Publikum im Schlosspark und tanzte im Rhythmus mit. Das Konzert wurde zu einer einzigen Musik-Session. Spätestens bei den rockigen Klängen „Don’t stop me now“ wurde das Konzert zum größten Gesangsfestival, das Bruchsal je gesehen hat. Mit „Come on you crazy Germans (Auf geht’s ihr verrückten Deutsche)“ hatte Martel die Stimmung anheizt. Unbestritten: So was hatte die Barockstadt noch nicht gesehen. Bei „We will rock you“ war das Publikum wie entfesselt, und bei der Schlusshymne „We are the Champions“ war Bruchsal losgelöst und Bruchsaler Schloss kam fast ins Wanken.
„Die Zuschauer wollten nach der Pandemie diese Musik, ich hatte unheimlich viel Spaß“, stellte Martel nach dem Konzert fest, „das war heute hier in diesem 300 Jahre alten Schloss eine magische und symbolhafte Show“.
(BTMV)

Nahaufnahme Alex Christensen
Alex Christensen begeisterte mit seinem Orchester das Publikum. Foto: BTMV/Markus Pfahler
Alex Christensen & The Berlin Orchestra
Alex Christensen & The Berlin Orchestra Foto: BTMV/Markus Pfahler

Fulminanter Abschluss mit Alex Christensen & The Berlin Orchestra

Alex Christensen feierte in Bruchsal mit seinem Orchester einen fulminanten Abschluss der Schlossfestival-Konzerte. Mit seiner 90er Dance-Musik begeisterte er 2.600 Zuschauer in der Schlossarena, ebenso viele feierten im Ehrenhof. Die Arena kochte, als die 90er Dance-Klassiker wie „Sweat Dreams“, „More & more“ oder „United“ die laue Sommernacht durchbrachen. Spätestens bei „What is love“ oder „Mr Vain“ wurden die letzten Zuschauer/-innen von ihren Sitzen gerissen. Ein extravagantes Orchester ganz in weiß gekleidet und eine optische Präsentation von Sängerinnen und Sängern setzten dem Konzert das Sahnehäubchen auf.
„Ja, es war wunderschön, tolle Leute in einem wunderbaren Ambiente“, fasste Christensen seine Eindrücke zusammen, „das Schlossfestival tut Bruchsal gut“.
(BTMV)

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