Flüssigboden im Näherweg eingebracht

Kanalaufdimensionierung ist Prototypbaustelle für ressourcenschonende Methode

Beim Flüssigbodenverfahren wird das ausgehobene Material aufbereitet und wieder in die Baugrube eingefüllt. Foto: PM
Die Kanalaufdimensionierung im Näherweg ist eine Prototypbaustelle für das ressourcenschonende Flüssigbodenverfahren. Foto: PM

„Wenn sich die Einbringung des Flüssigbodens als ein effektives und sinnvolles Verfahren erweist, werden wir diese Methode vermehrt einsetzen. Sie ist auch mit Blick auf die Umweltbilanz zukunftweisend“, sagt Oliver Krempel, Bauamtsleiter und Leiter des Abwasserbetriebs. Bei der Baumaßnahme Kanalaufdimensionierung Näherweg des städtischen Abwasserbetriebs wird derzeit das Flüssigbodenverfahren auf einem in dieser Größenordnung in der Region noch nicht umgesetzten Umfang realisiert. „Der Näherweg ist für uns in dieser Hinsicht eine Prototypbaustelle“, so Hubertus Bauknecht vom Abwasserbetrieb. Beim Flüssigbodenverfahren wird das belastete Material nach dem Aushub in einer speziellen Verfahrensweise mit Tonmineralien aufbereitet und wieder in die Baugrube eingefüllt. Dort verfestigt es sich. Im konkreten Fall der Baumaßnahme Näherweg sind es etwa 30 Prozent des Aushubes, die so wiederaufbereitet werden müssen. Die verbleibenden 70 Prozent, das ist in diesem Fall vorrangig Gestein, werden an anderer Stelle verfüllt.

Nachhaltig und  umweltschonend

Die Vorteile des Flüssigbodenverfahrens sind vielfältig. Die Methode ist ressourcen- und umweltschonend, da keine Entsorgung notwendig ist und kein zusätzliches Fremdmaterial benötigt wird. Zudem fallen kein Deponiekosten an. Auch aus diesem Grund ist dieses Verfahren günstiger.
Seit Oktober läuft die Baumaßnahme in Näherweg. In deren Verlauf wird der Kanal aufdimensioniert, um dem gestiegenen Bedarf im Wohngebiet Näherweg gerecht zu werden und die Voraussetzungen für die Umsetzung des Neubaugebietes Oberer Weiherweg II zu schaffen. Die Kosten für die Baumaßnahme belaufen sich auf circa 1,1 Millionen Euro.

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