Informationen zur aktuellen Entwicklung des Corona-Virus in Bruchsal

Aufgrund der aktuellen Entwicklung in Sachen Corona-Virus hat die Stadt Bruchsal umfassende Maßnahmen beschlossen. Auf der Informationseite finden Sie alles Wissenswerte speziell für Bruchsal und seine Stadtteile.

Nachrichten zu Corona

Corona-Lockerungen erfordern viel Eigenverantwortung

Bruchsal (PM) | „Der Rückgang der täglichen Infektionszahlen hat gezeigt, dass die bisherigen Kontaktbeschränkungen der richtige Weg waren, um die Ausbreitung des Corona Virus einzudämmen. Das ermöglicht weitere Lockerungen. Doch diese Lockerungen erfordern ein hohes Maß an Eigenverantwortung. Denn nach wie vor ist die Gefahr einer zweiten Infektionswelle nicht gebannt“, sagt Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick.
Für die Pfingstzeit sind eine Vielzahl von Lockerungsmaßnahmen propagiert worden. Doch wie sieht es konkret in Bruchsal aus? Auch wenn die Landesverordnung es zulässt, werden die (Schul-)Sporthallen in Bruchsal erst nach den Pfingstferien, am 15. Juni, wieder geöffnet. Grund hierfür ist, dass „die Vereinsverantwortlichen einen entsprechenden Vorlauf brauchen, um den Nutzungsplan zu erstellen und die Vorgaben in Bezug auf die Hygiene- und Abstandsregeln umzusetzen“, sagt Markus Gramlich, Abteilungsleiter Sport bei der Stadt Bruchsal. Doch auch mit der Öffnung gilt, dass die Hallen ausschließlich für die Trainings- und Übungseinheiten genutzt werden können. Die Umkleiden und der Sanitärbereich sind bis auf die Toilette geschlossen. „Duschen und Umziehen ist also nicht möglich“, so Markus Gramlich.
Erste Schritte in Richtung Öffnung erfolgen auch im Bereich der Baggerseen. Unter Einhaltung der Abstandsregeln und der erweiterten Kontaktbeschränkungen ist ein Aufenthalt im Bereich der Seen möglich. Nach wie vor nicht erlaubt sind das Baden, Schwimmen und das Grillen. Das gilt auch für die Nutzung der Grillplätze.

Schaufensterpuppen sitzen in Restaurant an Tisch
Ob Schaufensterpuppen oder bunte Piktogramme – die Palette der kreativen Lösungen, die sich die Gastronomie für die praktische Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben überlegt haben, sind vielfältig. Foto: PM

Von Schaufensterpuppen und Piktogrammen

Bruchsal (PM) | Seit dem 18. Mai dürfen in Baden-Württemberg Speisegaststätten wieder ihre Türen für den Kundenverkehr öffnen – allerdings nur unter den strengen Vorgaben der Corona-Verordnung Gaststätten des Landes Baden-Württemberg. Seitens des Ordnungsamtes der Stadt Bruchsal wurden daher am vergangenen Freitag rund zehn Bruchsaler Gastronomiebetriebe auf Einhaltung dieser Vorgabe überprüft– mit positivem Ergebnis. Ausgestattet mit Metermaß und Informationsblättern kontrollierten die städtischen Mitarbeiterinnen unter anderem Tischabstände, Desinfektionsmittel und Hinweistafeln. Auch wurde mit den Gastwirten das persönliche Gespräch gesucht, Fragen beantwortet und Tipps zur Umsetzung der neuen Regelungen gegeben. „Die Ergebnisse der Kontrollen waren wirklich erfreulich“, erklärt Ordnungsamtschefin Jessica Deutsch. „Vereinzelt mussten Tischabstände noch etwas vergrößert werden, aber der überwiegende Teil der Bruchsaler Gastronomen haben die Vorgabe der Corona-Verordnung-Gaststätte vorbildlich umgesetzt und nehmen die aktuelle Situation auch sehr ernst. Ob Schaufensterpuppen die Tische „besetzen“ oder bunte Piktogramme auf den Tischen – wir waren immer wieder aufs Neue überrascht wie kreativ man die gesetzlichen Vorgaben in der Praxis doch umsetzen kann“, so Jessica Deutsch. Bußgelder mussten nach Aussage des Ordnungsamtes keine verhängt werden, weitere Kontrollen der Bruchsaler Gastronomie werden in den nächsten Tagen durch den Gemeindevollzugsdienst durchgeführt.

50 Trauergäste können teilnehmen

„Wir empfehlen auch bei Bestattungen und Trauerfeiern eine Maske zu tragen, um sich und andere zu schützen. Auch wenn es gerade bei diesem Anlass besonders schwerfallen mag“, sagt Bürgermeister Andreas Glaser. Mit der am 4. Mai in Kraft getretenen Verordnung des baden-württembergischen Kultusministeriums sind die Regelungen für Bestattungen, Urnenbeisetzungen und Trauerfeiern gelockert worden. Danach dürfen jetzt maximal 50 Personen unter Einhaltung der geltenden Abstands- und Hygieneregeln an einer Beisetzung unter freiem Himmel teilnehmen. Ebenfalls zulässig ist eine Trauerfeier in geschlossenen Räumlichkeiten. Die Aussegnungshallen in der Bruchsaler Kernstadt und den Stadtteilen sind entsprechend den geltenden Infektionsschutzvorgaben ausgestattet worden. Allerdings bietet keine der ortsansässigen Aussegnungshallen, unter Einhaltung der Abstandsregeln von 1,50 Meter, ausreichend Raum für eine Trauergemeinde von 50 Personen. Deshalb ist die Anzahl der Personen, die in der Aussegnungshalle Platz nehmen dürfen, auf eine Zahl unter 50 Personen begrenzt, abhängig von der Größe der jeweiligen Aussegnungshalle. 

Elternbeiträge sind auch im Mai ausgesetzt

„Auch für den Mai werden die Elternbeiträge von den Trägern der Bruchsaler Kindertageeinrichtungen ausgesetzt. Das heißt, der Beitrag wird auch für den kommenden Monat nicht abgebucht“, sagt Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick. Damit reagiert die Stadt Bruchsal auf die derzeitig schwierige Situation vieler Erziehungsberechtigten und die Anfragen der Bruchsaler Elternvertretungen. Schnell umgesetzt hat die Stadt die erweiterte Kindernotfallbetreuung. Schon für Montag können Eltern und Alleinerziehende, die nach der neuen Verordnung des Landes zum Kreis der Berechtigten zählen, ihre Kinder anmelden. Berechtigt sind neben den Kindern, deren Erziehungsberechtigte beide einen Beruf im Rahmen der kritischen Infrastruktur ausüben jetzt auch Kinder, deren Erziehungsberechtigte eine präsenzpflichtige berufliche Tätigkeit außerhalb der Wohnung wahrnehmen, dabei unabkömmlich sind und keine familiäre oder anderweitige Betreuungsmöglichkeit haben. „Sollte die Betreuungskapazität der Einrichtung aufgrund einer großen Nachfrage nicht ausreichen, gibt die Verordnung eine klare Vorgabe, welche Erziehungsberechtigte besonders zu berücksichtigen sind. Wir bemühen uns dann aber gemeinsam mit den Trägern der Einrichtungen darum, Lösungen für die Betroffenen zu finden“, sagt Doris Hach, stellvertretende Leitung Amt für Familie und Soziales.
Weitere Infos sowie die Anmeldungsformulare und die Bescheinigung des Arbeitsgebers stehen unter "Kindertageseinrichtungen/Notbetreuung" bzw. "Schulen" zum Herunterladen zur Verfügung.

Baden-Württemberg führt Maskenpflicht ein

Nach Beschluss der baden-württembergischen Landesregierung wird ab  Montag, 27. April 2020, in Geschäften und im  Nahverkehr im gesamten Bundesland eine Maskenpflicht herrschen. Das verkündete Ministerpräsident Winfried Kretschmann auf einer Pressekonferenz.
Bei der Mund-Nasen-Bedeckung müsse es sich nicht um einen medizinischen Mundschutz handeln, auch Tücher oder Schals könne man verwenden. Wichtig sei jedoch, auch weiterhin die gängigen Hygieneregeln - regelmäßiges Händewaschen, Niesen in die Armbeuge oder ins Taschentuch - sowie das Abstandsgebot zu beherzigen.

"Noch etwas Geduld"

Bruchsal (PM) | „Wir sind auf einem guten und vor allem richtigen Weg. Die Maßnahmen der vergangenen Wochen, so hart sie uns auch an vielen Stellen erscheinen, zeigen Wirkung. Deshalb können erste Schritte Richtung Normalität erfolgen“, sagt Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold–Schick. Die von der Bundeskanzlerin und den Ministerpräsidenten/-innen schon am Mittwochabend verkündeten Lockerungen der Kontakteinschränkungen sind am Freitagabend offiziell in der fünften Änderung der Verordnung der Landesregierung veröffentlicht worden.
Zentrale Modifizierungen sind die Öffnung von Einzelhandelsgeschäften mit einer Verkaufsfläche bis zu 800 Quadratmetern. Unabhängig von der Verkaufsfläche dürfen Wein- und Spirituosenhandlungen, der Kraftfahrzeug- und Fahrradhandel, und der Buchhandel öffnen. Voraussetzung sind allerdings bei allen ab Montag, 20. April, möglichen Ladenöffnungen die Einhaltung der Hygiene- und Abstandregelungen. Darüber hinaus wird das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes von der Landesregierung empfohlen. Ebenfalls wieder aufgenommen werden darf der Betrieb von Bibliotheken und Archiven. „Wir werden in der kommenden Woche die Bruchsaler Stadtbibliothek mit den notwendigen Hygienestandards ausrüsten, um sie zumindest eingeschränkt wieder öffnen zu können“, so die Oberbürgermeisterin. Ergänzend fügt sie an: „Ich danke den Mitarbeiter/-innen des städtischen Corona-Krisenstabes, die sich am Samstag gemeinsam mit einem Vertreter der Polizei zusammengesetzt haben, um die für die Umsetzung der neusten Bestimmungen notwendigen Voraussetzungen schnellstmöglich auf den Weg zu bringen.“
Wichtiger Teil der aktuellen Ankündigungen der Landesregierung ist zudem die Aufnahme des Schulbetriebes vom 4. Mai an sowie eine Erweiterung der Personengruppen, die berechtigt sind, die Kinder-Notbetreuung in Anspruch zu nehmen. Hierzu erarbeitet das baden-württembergische Kultusministerium derzeit ein Konzept, so dass bis auf weiteres die bisherigen Regelungen gelten.
Bei allen vorgenommenen Lockerungen appelliert Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick aber an die Vernunft der Bruchsaler/-innen: „Wir müssen mit Augenmaß die Lockerungen vollziehen, um eine weitere Infektionswelle zu vermeiden. Insofern brauchen wir alle noch etwas Geduld.“

Zurück

Bitte!  Zu Ihrem eigenen Schutz und dem Schutz anderer vermeiden Sie soziale Kontakte.

Plakat mit Erdmännchen

Information in other languages

Please consider trustworthy sources to get the latest news on developments concerning Covid-19. Be aware of so called „Fake News“.

Information in other languages (English, French, Turkish, Russian, Arabian, Polish and Italian) can be found on the homepage of the federal state of Baden-Württemberg (please scroll down to the end of the page). Information in English, Turkish, Polish, French, Italian, Greek, Croatian, Romanian, Bulgarian, Hungarian, Farsi, Dari, Chinese, Spanish, Arabian, Vietnamese, Albanian, Russian and Tigirnja are available on the homepage of the Federal Government Commissioner of Integration.