Der Grundstein für die Energiewende ist gelegt

Bruchsaler Klimaschutzziele 2050 sehen konkrete Handlungsempfehlungen vor

Foto: Florian Adler/Stadt Bruchsal

Bruchsal (PM) | „Der Klimaschutz braucht ambitionierte Ziele“, sagt Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick. Diese wurden jetzt mit der Verabschiedung der "Bruchsaler Klimaschutzziele 2050" durch den Gemeinderat formuliert.

Das Strategiepapier bildet den Grundstein für alle zukünftigen städtischen Klimaschutzaktivitäten. Es legt eine 50-prozentige Energieeinsparung auf Basis 2010, den Einsatz von 80 Prozent erneuerbarer Energien und 90 Prozent weniger Treibhausgase auf der Basis 1990 als die Zielsetzungen fest. Diese sollen bis 2050 realisiert werden. „Mit diesen Vorgaben wollen wir die Energiewende vor Ort voranbringen“, sagen Renate Korin von der Umweltstelle und die städtische Energiemanagerin Dorit Helms. In ihrer Ausgestaltung entsprechen die Bruchsaler Klimaschutzziele den Zielen des baden-württembergischen Klimaschutzgesetzes von 2013. Bruchsal leistet damit seinen Beitrag zu dem Leitziel der Pariser Klimakonferenz 2015, die Erderwärmung auf unter zwei Grad zu begrenzen.Um die gesamtstädtischen Treibhausgasemissionen zu senken und eine nachhaltige regionale Energieversorgung aufzubauen, finden sich konkrete Handlungsansätze in dem Strategiepapier. Für eine nachhaltige Energieversorgung wird eine mittelfristig hohe und langfristig 100-prozentige Deckung des Energiebedarfs durch erneuerbare Energien angestrebt. Eine zukunftsfähige Energieversorgung auf Basis erneuerbarer Energien ist aber nur möglich, wenn gleichzeitig Energie effizienter verwendet wird. Das größte Potenzial zur Einsparung von Energie liegt auch in Bruchsal im Gebäudebestand. Um die Energieeffizienz von Gebäuden zu verbessern muss vor allem der Altbestand energetisch saniert werden. Deshalb hat der Gemeinderat ergänzend zu den Klimaschutzzielen den Bruchsaler Energieleitplan und die Kommunale Gebäude- und Energieleitleitlinie verabschiedet.Der Energieleitplan ist, analog zur Bauleitplanung, ein Planungswerkzeug. Als Basis für die Energieleitplanung dient ein webbasierter Kartendienst, der einen energetischen Überblick über die Stadt Bruchsal ermöglicht. Auf dieser Grundlage ergeben sich Handlungsansätze in den Bereichen Wärme, Strom, Mobilität und Integrales, die wieder im webbasierten Kartendienst verortet werden. Die Gebäude- und Energieleitlinie definiert Handlungsrichtlinien für ein nachhaltiges Gebäudemanagement. „Sparsame Verwendung von Energie, gesunde Baustoffe und die Betrachtung von Lebenszykluskosten sind wichtige Kriterien für das zukünftige Gebäudemanagement“, erläutert Wolfgang Seifert vom Stadtbauamt. Zunächst soll die Gebäude- und Energieleitleitlinie für die kommunalen Liegenschaften (inklusive der Töchter) umgesetzt werden. „Wir wollen aber nicht nur eigene Klimaschutzprojekte realisieren, sondern zugleich als Initiator, Ideengeber und Koordinator weiterer Klimaschutzaktivitäten vor Ort auftreten, insbesondere in Abstimmung mit den Bruchsaler Stadtwerken“, sagt Cornelia Petzold-Schick.

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