Informationen zur aktuellen Entwicklung des Corona-Virus in Bruchsal

Aufgrund der aktuellen Entwicklung in Sachen Corona-Virus hat die Stadt Bruchsal umfassende Maßnahmen beschlossen. Auf der Informationseite finden Sie alles Wissenswerte speziell für Bruchsal und seine Stadtteile.

Wieder geöffnet!

Städtisches Museum im Barockschloss Bruchsal

Bruchsals Städtisches Museum befindet sich im dritten Obergeschoss des Barockschlosses und dokumentiert die Geschichte des Bruchsaler Raumes von der Steinzeit bis zur Gegenwart.
Die Ausstellung zeigt die Ur- und Frühgeschichte der Stadt; Mineraliensammlung, Münzen und Medaillen Bruchsals sowie archäologische Funde von der Jungsteinzeit bis zum Mittelalter.
Weitere Schwerpunkte sind die Geschichte des Strafvollzugs in Bruchsal von 1848 bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts sowie eine Dokumentation über die Zerstörung der Stadt am 1. März 1945 im Bombenhagel des Zweiten Weltkriegs.

Aktuelles

Gemälde von Leo Kahn an Städtische Galerie Karlsruhe ausgeliehen

Oberbrügermeisterin links neben dem Gemälde, Museumsleiterin rechts, mit etwas Abstand Kulturamsleiter, das Bild zeigt einen Laib Brot auf einem Teller, der auf einer weißen Tischdecke steht, dahinter eine Schüssel mit Zitrusfrüchten, weitere Zitrusfrüchte und bereits braun gewordenen Banene liegen einzeln auf dem Tisch
Kulturamtsleiter Thomas Adam und Museumsleiterin Regina Bender stellen Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick das Gemälde von Leo Kahn vor, dem Künstler der Bruchsaler Synagogenausmalung. Foto: PM

Bruchsal (PM) „In Paris könnte ich eine Ausstellung machen, doch halte ich es für ratsamer, noch ein oder zwei Jahre zu warten, um meine Sache ein wenig ausreifen zu lassen. Was meinen Sie?“, schreibt der Bruchsaler Maler Leo Kahn im September 1931 an einen Ulmer Freund, ohne zu ahnen, dass die Ausstellung, die tatsächlich drei Jahre später in Paris stattfindet, die vorerst letzte sein würde, bei der Kahn seine Kunst der Öffentlichkeit präsentieren konnte. 1934 bereitet er, als jüdischer Künstler durch die Nationalsozialsozialisten verfemt und drangsaliert, seine Flucht in das heutige Israel vor und verlässt 1936 Deutschland gemeinsam mit seiner Frau und den vier Kindern.

Bereits 1924 entstand das „Früchtestillleben mit Brot“ als Ölmalerei auf Leinwand. Dieses Werk aus der frühen Schaffenszeit des Künstlers konnte durch das Städtische Museum Bruchsal erworben werden und fand nun so seinen Weg zurück in Kahns Heimatstadt. Farbtheorie und Bildaufbau verweisen bereits auf charakteristische Merkmale seines Spätwerks und zeigen seinen Umgang mit den prägenden Diskursen der modernen Malerei. Der 1894 geborene Maler ist der „Vergessenen Generation“ zuzurechnen, die jene Kunstschaffenden meint, welche durch die Nationalsozialisten in ihrer künstlerischen Entwicklung blockiert, schikaniert und durch Zerstörung ihrer Werke in die Vergessenheit verdrängt wurden. So ist es heute beispielsweise nur noch wenigen bekannt, dass die Bruchsaler Synagoge, die 1938 durch die Nationalsozialisten zerstört wurde, ihre farbenfrohe und detailreiche Innengestaltung Leo Kahn zu verdanken hatte. Auch Arbeiten aus Kahns früher Bruchsaler und Ulmer Zeit sind heute kaum noch erhalten.

Das Gemälde wird in den Monaten Dezember bis Ende Februar als vorübergehende Leihgabe bei der Ausstellung „Verborgene Spuren. Jüdische Künstler*innen und Architekt*innen in Karlsruhe 1900-1950“ in der Städtischen Galerie Karlsruhe zu sehen sein. Nach seiner Rückkehr und einer Restaurierung des aufwändigen Zierrahmens wird die Arbeit bei der Neukonzeption des Städtischen Museums berücksichtigt werden und soll nach deren Umsetzung in der Dauerausstellung zu sehen sein.

Herbstgrüße von Schloss Bruchsal

Backform der jüdischen Familie Maier
Backform der jüdischen Familie Maier. Foto: Städtisches Museum

Klicken Sie hier und erinnern Sie sich gemeinsam mit uns an die jüdische Familie Maier aus Heidelsheim. Eine Backform, die aus deren Haushalt erhalten blieb, ist ab sofort im Heimatmuseum Heidelsheim zu sehen.
Weitere Beiträge über die jüdischen Familien Meerapfel und Oppenheimer aus Untergrombach und Bruchsal, Archivunterlagen zur jüdischen Geschichte der heutigen Stadtteile Bruchsals sowie herbstliche Eindrücke aus dem Bruchsaler Schlossgarten finden Sie ebenfalls unter obigem Link.

Haben Sie Lust auf noch mehr digitale Inhalte von den Museen im Bruchsaler Barockschloss und dem Stadtarchiv? Schauen Sie doch einfach mal rein unter "Grüße von Schloss Bruchsal"!

Städtisches Museum Bruchsal nimmt teil am „Stadtradeln“

Wie Sie hier sehen, lassen wir uns auch vom wechselhaften Wetter der letzten Wochen nicht davon abhalten, uns auf unsere Räder zu schwingen und damit etwas für die Umwelt zu tun! Als Team des Städtischen Museums Bruchsal „erradeln“ wir daher im Zeitraum vom 28. Juni bis zum 18. Juli 2020 so viele Kilometer wie möglich, um CO2 einzusparen und uns klimafreundlich zu bewegen.

Wir unterstützen damit das Projekt „Stadtradeln“, an dem Bruchsal dieses Jahr erneut teilnimmt. „Stadtradeln“ ist eine Idee des vor 30 Jahren gegründeten Klima-Bündnisses und soll außer für den Ausbau des Radverkehrs vor allem für umweltverträgliche Mobilität werben. So verfügen laut Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur 80% der Haushalte in Deutschland über ein Fahrrad, aber nur 10 Prozent der Wege werden auf dem Rad zurückgelegt. Natürlich ist ein vollständiger Verzicht auf das Auto in vielen Fällen nicht ganz einfach, aber auch außerhalb der Stadtradeln-Wochen lohnt der Griff zum Drahtesel gerade bei kurzen Strecken ohne schweres Gepäck, denn jeder Kilometer auf dem Rad zählt!

Sommergrüße von Schloss Bruchsal

"Nierlesbrunnen" von Willy Klein. (c) Städtisches Museum

Klicken Sie hier und erinnern Sie sich gemeinsam mit uns an den Bruchsaler Nierlesbrunnen, entdecken Sie den Nachlass eines Drehorgelspielers aus der DDR und begleiten Sie uns auf einem Rundgang durch das Bruchsaler Barockschloss!
Haben Sie Lust auf noch mehr digitale Inhalte von den Museen im Bruchsaler Barockschloss? Schauen Sie unter "Grüße von Schloss Bruchsal"!

Museum wieder geöffnet

Das Städtische Museum im Schloss Bruchsal öffnet wieder Foto: Heintzen

Seit dem 12. Mai 2020 ist Schloss Bruchsal wieder für Sie geöffnet und wir laden Sie herzlich zu einem Besuch im Städtischen Museum ein! Während Ihres Aufenthalts im Schloss gelten die bekannten Hygiene- und Kontaktvorschriften.
Wir bitten Sie außerdem um Verständnis dafür, dass wir Ihnen nur mit Mund-Nasenschutz Zutritt zum Schloss und zum Städtischen Museum gewähren können und dass Führungen momentan nicht möglich sind.
Trotz aller Einschränkungen haben wir uns bestmöglich darauf vorbereitet, Ihnen einen gewohnt interessanten Rundgang durch unsere Räume zu ermöglichen!
Gönnen Sie sich etwas Abwechslung! Wir freuen uns auf Sie!

Internationaler Museumstag – Online-Beiträge des Städtischen Museums Bruchsal

Das Städtische Museum Bruchsal beteiligt sich am diesjährigen Internationalen Museumstag in digitaler Form mit zwei Beispielen des Aufeinandertreffens verschiedener Kulturen in der Zeit vor Bruchsals Stadtwerdung.

ovale Lehmform, oben Hälfte abgetrennt, um Innenbereich zu sehen: deutliche Braunfärbung durch Verbennungsprozesse sowie schwarze Rauchspuren zu erkennen
Rennofen zur Eisenherstellung Foto: Städtisches Museum

Auf dem Bild rechts sehen Sie einen Rennofen (596 KB), wie er auch von den Römern zur Herstellung von Eisen genutzt wurde. Ein Rennofen besteht aus einem Weidengeflecht als stützendes Gerüst, welches mit einer Schicht aus Lehm, Sand und Stroh verkleidet wird. Daraus ergibt sich ein kaminförmiger Schlot, mit dessen Hilfe aus Eisenerz Eisen gewonnen wird. Rennöfen waren nicht nur bei den Römern in Gebrauch, spielten aber eine wichtige Rolle bei der Herstellung von Werkzeug oder Waffen und so auch für die Eroberungszüge der Römer. Vor einigen Jahren hat der Heimatverein Kraichgau einen Rennofen nachgebaut und ein Experiment zur Eisenverhüttung durchgeführt. Dieses Modell eines Rennofens befindet sich heute im Städtischen Museum.

Der Weihestein mit Inschrift
Der Weihestein in der Schausammlung des Städtischen Museums. Foto: Städtisches Museum

Links zeigen wir Ihnen einen Weihestein (1 MB) aus der Zeit des 2./3. Jahrhunderts n. Chr. als Zeugnis der Römer im Kraichgau.

Experimentelle Archäologie mit Michi

Steinzeit

Unter dem Motto „Experimentelle Archäologie“ beschert Michi, der kleine Steinzeitjunge, seinen Besuchern praxisorientierte Führungen speziell durch die Steinzeit. Anhand von Versuchen, Texttafeln und originaltreuen Nachbildungen steinzeitlicher Werkzeuge bringt Michi das Leben im Steinzeitdorf auf dem Michaelsberg bei Untergrombach den Kindern – und nicht nur denen – näher; der Alltag vor 6.000 Jahren wird somit wieder lebendig. Die Ergebnisse mehrerer Schulprojekte ergänzen und bereichern die Präsentation zum Thema „Experimentelle Archäologie“.

Städtisches Museum (Geoportal/Stadtplan)

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Städtisches Museum Bruchsal
Schlossraum 4
76646 Bruchsal

Eintrittspreise:
Erwachsene 8 Euro
Ermäßigt (Schüler/-innen, Studierende, Schwerbehinderte) 4 Euro
Familienkarte 20 Euro
Gruppenpreis (ab 20 Personen) 7,20 Euro p. P.
(inkl. Eintritt ins Barockschloss und ins Deutsche Musikautomaten-Museum)

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr,
montags nur an Feiertagen,
24./25./31. Dezember geschlossen,
1. Januar ab 13 Uhr geöffnet.

Kontakt bei Fragen und für Buchung von Führungen
(07251) 79-253
regina.bender@bruchsal.de

Während des Aufenthalts im Schloss gelten die bekannten Hygiene- und Kontaktvorschriften.

Plakat mit Erdmännchen