Parks

Stadtgarten

Stadtgarten, Foto: Florian Adler

Um 1750 ließ Fürstbischof Christoph Freiherr von Hutten auf dem Steinsberg, einem Hügel oberhalb des Schlossbereichs, ein Wasserreservoir zur Versorgung der Brunnen im Schlossgarten und im Stadtgebiet anlegen.

Über dem Reservoir wurde ein "Lustschlösschen" gebaut, das 1758 durch ein Schießhaus für die vom Hofstaat veranstalteten Schützenfeste ergänzt wurde.

Das Schießhaus erhielt im Laufe der Zeit von der Bevölkerung den Namen "Belvedere", da von hier aus ein schöner Blick auf die Stadt gegeben ist.

Es wurde von 2001 bis 2003 von Grund auf restauriert und erstrahlt heute wieder im alten Glanz.

Offenbar erfolgte bereits seit Errichtung der beiden Gebäude die Nutzung des umliegenden Geländes als Grünanlage, der endgültige Ausbau als Park wurde jedoch erst 1901 in Angriff genommen, da zu dieser Zeit rund um die Anlage Wohngebiete mit repräsentativen Villen entstanden.

Das Gestaltungskonzept entsprach mit seiner Mischung aus formal-repräsentativen und freigeschwungenen Elementen dem damaligen Zeitgeschmack, zwischenzeitlich ist die Wegeführung stärker an die von Umfeld und Geländeform vorgegebenen Laufrichtungen angepasst.

Der rund 3 ha große Park verfügt aufgrund seines wertvollen Baumbestands über einen hohen Erholungswert und dient als Schulhof für das Schönborngymnasium, das nach mehreren Um- und Anbauten aus dem ursprünglichen "Lustschlösschen" hervorgegangen.

Bürgerpark

Bürgerpark, Foto: Florian Adler

Zwischen der im Tunnel verlaufenden B 3 und der Fußgängerzone liegt das neu gebaute Bürgerzentrum mit Tiefgarage. Diese ist ebenso wie der Tunnel begrünt und bildet zusammen mit weiteren Flächen Bruchsals größte Grünanlage im unmittelbaren Stadtzentrum, den 1,5 ha großen "Bürgerpark".

Der Park bietet für das Bürgerzentrum und die Stadt einen großzügigen grünen Freiraum mit entsprechenden Nutzungsmöglichkeiten bei Veranstaltungen.

Die Musik- und Theateraufführungen im Bereich des Forums sind mittlerweile fester Bestandteil des "Bruchsaler Sommers".

Zwei Mahnmale des Künstlers Walter Habdank erinnern an die Verbrechen der NS-Zeit, die Granitskulptur "Verbindung" des japanischen Bildhauers Hiromi Akiyama soll ein Zeichen für die Völkerverständigung setzen.

Der Park verfügt über einen gut ausgestatteten Spielplatz und leitet zahlreiche Fuß- und Radwegverbindungen aus den umliegenden Wohnquartieren in der Innenstadt

Schlossgarten

Schlossgartenfigur - Element Wasser, Foto: Florian Adler

Im Jahr 1719 beschloss Fürstbischof Damian Hugo von Schönborn, seine Residenz von Speyer nach Bruchsal zu verlegen.

Es entstand eine barocke Schlossanlage mit zahlreichen Einzelgebäuden und dem achsensymmetrisch auf das Hauptgebäude ausgerichteten Garten.

Dieser wurde - wie die meisten Schlossgärten im Zeitalter des Absolutismus - als Fortsetzung der Wohnräume im Freien angesehen, die Pflanzen dienten als lebender Baustoff.

Außerdem hatten die Gärten die Macht und das Ansehen des Besitzers zu repräsentieren, sie waren daher mit aufwendigen Wasserspielen, Skulpturen usw. ausgestattet.

Der obere Schlossgarten wurde ab 1721 zeitgleich mit dem Schloss angelegt.

Der mittlere und untere Schlossgarten wurde nie endgültig ausgebaut. Er ist heute durch eine Bahnlinie abgetrennt und besteht nur noch aus einer Allee.

Ab 1760 wurde versucht, den Garten nach englischem Vorbild in einen Landschaftsgarten umzuwandeln, ohne allerdings die barocken Grundstrukturen aufzugeben.

Als in Folge der Säkularisation die Bischöfe ab 1803 wieder in Speyer residierten, wurde der Garten nicht weiter gepflegt und z.T. land- und forstwirtschaftlich genutzt.

Ab 1900 erfolgte ein erster Restaurierungsversuch, allerdings wurde lediglich der völlig unkontrolliert wachsende Gehölzbestand geordnet und die Grotte beim Schwanenteich gebaut.

In den Jahren 1989 – 1996 wurde die gesamte Anlage von Grund auf erneuert, wobei die Überlagerung von Barock- und Landschaftsgarten beibehalten wurde.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.schloss-bruchsal.de.


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