Belvedere

Belvedere

Dieses am Rande des Stadtgartens stehende und auf den ersten Blick etwas außergewöhnlich anmutende Baudenkmal wurde Mitte des achtzehnten Jahrhunderts unter Fürstbischof Hutten von dessen Baumeister Leonhard Stahl als Schießhaus erbaut. Der Platz wurde so gewählt, dass man freie Sicht über das Schloss, die Stadt und die Rheinebene hatte. Heute sind die „schönen Aussichten“ allerdings durch die umliegende Bebauung und die üppige Vegetation etwas begrenzt. Besonders auffällig an dem architektonischen Kleinod sind seine zwei Türme mit ihren Aussichtsplattformen und den sich darüber wölbenden Baldachindächern im chinesischen Stil, eine dem damaligen Zeitgeist entsprechenden Modeerscheinung. Im April 2003 wurde eine umfassende und grundlegende Renovierung des Gebäudes abgeschlossen, seither erstrahlt es wieder in altem Glanz. Seit vielen Jahren dient das Belvedere als Kulisse für die Freiluftkonzerte des Bruchsaler „Sinfonieorchsters 1837“, einem der ältesten Vereine der Stadt, und für die Aufführungen der Theatergruppe „Die Koralle“, die durch ihre alljährlichen Freilichtspiele weit über Bruchsal hinaus bekannt geworden ist.
 
Belvedere (Geoportal/Stadtplan)

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