Streuobstbäume durch große Obstmengen gefährdet

Verantwortliche der Streuobstinitiative Landkreis Karlsruhe und der Stadt Bruchsal bitten Baumeigner Äste zu stützen


"Die Gefahr ist groß, dass ganze Streuobstbäume oder Äste unter der Obstlast zusammenbrechen.



Besonders ältere Bäume mit unzureichendem Pflegeschnitt oder junge Bäume mit noch schwachen Ästen sind gefährdet“, sagt Renate Korin von der Umweltstelle des Stadtplanungsamtes Bruchsal. Die Streuobstbäume im Naturschutzgebiet „Rotenberg“ hängen voll wie seit vielen Jahren nicht mehr. In den vergangenen zwei Jahren haben die Bäume aufgrund einer schlechten Wetterlage während der Obstblüte nur sehr wenig Obst getragen. Das ist in diesem Jahr anders. Es gibt besonders viele Fruchtansätze. Doch was eigentlich ein Grund zur Freude sein sollte, erweist sich jetzt als echte Last. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn die Bäume hängen so voll, dass die Äste abbrechen könnten oder die Früchte zu klein bleiben oder vor Erntezeit abfallen. Erhöht wird die Bruchgefahr noch durch die derzeitige, lange Trockenphase. Um aber genau das zu vermeiden, hat schon im Frühjahr eine großangelegte Aktion der Stadt zusammen mit der Streuobstinitiative des Landkreises Karlsruhe stattgefunden. Dabei wurde ein Pflege- und Erhaltungsschnitt der wertvollen Streuobstbäume vorgenommen, Streuobstbäume wurden freigelegt und ältere Bäume geschnitten. „So erfreulich es ist, dass durch das hervorragende Wetter in diesem Jahr große Mengen Obst wach-sen. Diese Entwicklung hat auch eine Schattenseite. Deshalb appellieren wir an die Besitzerinnen und Besitzer der Bäume, besonders gefährdete Äste abzustützen oder auch Teile der Früchte auszubrechen. Denn nur so kann vermieden werden, dass Äste abbrechen und die Früchte klein bleiben oder noch vor der Reife abgeworfen werden“, sagt Hans–Martin Flinspach, Vorsitzender der Streuobstinitiative beim Landkreis Karlsruhe. Ergänzend führt er an, dass es wichtig sei in solch ertragreichen Jahren ausreichend Geduld zu haben, bis die Früchte gut ausgereift seien.
Wer Fragen zum Thema hat oder weitere Informationen benötigt, kann sich an die Streuobstinitiative des Landkreises wenden: info@streuobstinitiative.de.

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