Die Europäische Gottesanbeterin…

fühlt sich wohl auf dem Michaelsberg wohl

Der Michaelsberg hat eine neue Bewohnerin. Eine weitere Europäische Gottesanbeterin hat auf dem sagenumwobenen Untergrombacher Hausberg ihr neues Domizil bezogen. Dort trifft die sie auf zahlreiche weitere Vertreter/-innen ihrer Art.

Aus gutem Grund: Sind doch die sonnenexponierten Gras- und Buschlandschaften sowie die charakteristischen Lesesteinwälle des Michaelsbergs der optimale Lebensraum für die Europäische Gottesanbeterin.
Woher das bekannt ist? Unter anderem durch das Citizen Science-Projekt „Artenmeldeplattform“ der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW). Seit gut einem Jahr erfasst die LUBW das Vorkommen der leicht erkennbaren Gottesanbeterin mithilfe von interessierten Laiinnen und Laien über diese Artenmeldeplattform.
„Dank der Meldeplattform zur Gottesanbeterin konnten wir erhebliche Erkenntnisse zu ihrer Verbreitung und zu den Lebensräumen gewinnen. Dabei ist die Qualität der bisher 767 Fundmeldungen insgesamt sehr hoch“, sagt Eva Bell. Die Präsidentin der LUBW präsentierte im Rahmen eines Pressetermins mit Staatssekretär Dr. Andre Baumann, Bürgermeister Andreas Glaser und dem Leiter des Sachgebietes Artenschutz der LUBW, Dr. Michael Waitzmann das Meldeportal.
„Baden-Württemberg trägt eine besondere Verantwortung für diese faszinierende Art. Das Land mit den Vorkommen entlang der Rheinschiene beherbergt den Hauptteil des bundesdeutschen Gesamtbestandes der Europäischen Gottesanbeterin“, so Andre Baumann. Um den Verlust der Artenvielfalt im Land zu stoppen und die einzigartigen baden-württembergischen Kultur- und Naturlandschaften zu verbessern, investiere die Landesregierung mit dem Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt in den Jahren 2018 und 2019 insgesamt 36 Millionen Euro, ergänzt er.
Die Gottesanbeterin gehört allerdings zu einer der Profiteur/-innen des Klimawandels. „Bei der Gottesanbeterin dürfte es sich um eine der wenigen Insektenarten handeln, deren Bestände sich in den vergangenen Jahrzehnten positiv entwickelt haben“, betont Michael Waitzmann.
Die Gottesanbeterin, das Insekt des Jahres 2017, ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt. Auf der Roten Liste der gefährdeten Arten Baden-Württembergs ist sie in Kategorie 3, das bedeutet gefährdet, eingestuft.
Die Artenmeldeplattform der LUBW ist derzeit noch für den Laubfrosch, Feuersalamander, Hirschkäfer und die Weinbergschnecke eingerichtet. Naturinteressierte Personen sollten ihren Fund Online mit einem Foto auf der LUBW Webseite www.lubw.baden-wuerttemberg.de/natur-und-landschaft/meldeplattformen melden. Wer die Umwelt-App des Landes Baden-Württemberg auf seinem Smartphone hat, kann seinen Artenfund auch direkt vom Fundort übermitteln.

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