Obergrombach

Ortsvorsteher Jens Skibbe lädt nach Obergrombach ein

Wappen Obergrombach

„Obergrombach liegt etwa eine Wegstunde südlich von Bruchsal, nicht ganz eine halbe Stunde von der Eisenbahnstation Untergrombach, von wo aus man den Ort am Leichtesten erreicht. Die Straße führt in langsamer Steigung durch einen von wilden Rosen, Haselstauden, Brombeeren und anderem Gesträuch eingefassten Hohlweg hinauf . . .“ Zugegeben, das mag für heutige Ohren etwas sehr antiquiert klingen (ist ja auch schon 120 Jahre alt), hat jedoch auch heute noch in seinen Grundzügen Gültigkeit: eine gewisse „Abgeschiedenheit“, ein romantisches „Städt’l“, und nicht zuletzt eine großartige Natur machen heute Obergrombach zu einer liebenswerten und vor allem zu einer lebenswerten Wohngemeinde.

Unser Wanderer aus dem vorvergangenen Jahrhundert gelangte auf seinem Weg durch das „Dorf“, die Rathausdurchfahrt (den Torbogen, der heutzutage den Eingang zum „Städt’l“ markiert, gibt’s erst seit 1981) und „Marktplatz“ rasch ans Ziel seiner Reise: die Schlosskapelle an der Grombachquelle. Ihre Fresken aus den 1460er Jahren sind heute wie damals für jeden kulturhistorisch Interessierten ein lohnendes Ziel. Eindrucksvoll vermitteln sie trotz, oder gerade wegen ihrer schlichten Ausführung einen lebensnahen Einblick in die Glaubenswelt des Spätmittelalters.

Blick auf Obergrombach, Foto: Heimatverein Obergrombach

Apropos „Marktplatz“: Nur die Obergrombacher nannten ihn so. Es war lediglich die Allmende innerhalb des Ortsetters und somit Gemeindeeigentum. Ein richtiger Markt konnte sich hier im Gegensatz zu Heidelsheim aufgrund der bescheidenen Größe Obergrombachs (um 1500 300 Einwohner) nie entwickeln. Zwar führte Obergrombach seit 1337 den Titel „Stadt“, was sich jedoch im Wesentlichen in der Ummauerung des „Städt’ls“ manifestierte.

Über dem „Städt’l“ trohnt seit rund 800 Jahren die Burganlage, deren sichtbare Reste ebenso wie die erhaltenen Teile der Stadtmauer ins 15. Jahrhundert zurückgehen. Von 1313 bis 1803 waren hier und im 18. Jhdt. erbauten Schloss die Fürstbischöfe von Speyer die Hausherren.

Torbogen Obergrombach, Eingang Städt'l

 
Vorbei an z.T. liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern geht’s durch die Burgstraße, entlang der Helmsheimer Straße zur Pfarrkirche St. Martin. Sie ist, im neugotischen Stil erbaut, seit 1844 die Nachfolgerin der für die Pfarrgemeinde zu klein gewordenen Schlosskapelle.

Ein Wegkreuz an der Helmsheimer Straße (sein Chronogramm verweist auf das Jahr 1783) erinnert an die mitunter leidvollen Schicksale der Obergrombacher.

Das alte Obergrombacher Städt´l ist alle zwei Jahre auch Kulisse für das weit über die Grenzen der Region bekannte Obergrombacher Burgfest, zu dem auch 2010 wieder viele Gäste den Weg nach Obergrombach gefunden haben.

Kontakt

Verwaltungsstelle Obergrombach
Verwaltungsstelle Obergrombach
Obergrombach
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