Innenentwicklungskonzept - Wohnen im Zentrum Bruchsals

Mit dem Innenentwicklungskonzept „Wohnen im Zentrum Bruchsals“ zwischen Annabach und Huttenstraße/ Bergstraße“ kommt in der Stadt Bruchsal eine städtebauliche Strategie zur Realisierung, welche Ihren Ursprung schon lange vor der aktuellen Diskussion in Baden-Württemberg um „Flächen gewinnen – Baulückenaktivierung und behutsames Nachverdichten“ gefunden hatte.

Aufgrund der durch die äußeren Rahmenbedingungen begrenzten Entwicklungsmöglichleiten Bruchsals (BAB 5 im Westen, Kraichgaurand im Osten) bestand seit jeher ein besonderes Interesse innerörtliche Flächenressourcen effizient zu nutzen. Es wurde deshalb das Ziel verfolgt, bei der Ausweisung neuer Wohngebiete vorrangig im innerstädtischen Bereich nachzuverdichten, anstatt im Außenbereich unnötig ökologisch hochwertige Flächen in Anspruch zu nehmen.

Hierfür besonders geeignet waren zwei Blockinnenbereiche (Nördlich Annabach - Seilersbahn, Zwischen Klosterstraße – Hans Thoma Straße) mit großen unbebauten Gartenflächen sowie eine als Baumschule und Garten genutzte private Freifläche des Pallotinerordens ("Bleiche"). Die Gebiete befinden sich unmittelbar nordöstlich des innerstädtischen Kernbereiches (Fußgängerzone) sind damit zentrumsnah gelegen und fußläufig sowohl in die Innenstadt als auch an den Bahnhof optimal angebunden (siehe Pläne 1 (915 KB) und 2 (635 KB)).

Die Rahmenplanung (Plan 3 (1,3 MB)) wurde durch 3 eigenständige Bebauungsplanverfahren realisiert:

  1. Nördlich Annabach – Seilersbahn (Aufstellung 1980 / Rechtskraft 2004)
  2. Zwischen Klosterstraße und Hans-Thoma-Straße (Aufstellung 1996 / Rechtskraft 1998)
  3. Bleiche (Aufstellung 2001/ Wettbewerb 2002 / Rechtskraft 2004)

Die teilweise großen Zeitspannen zwischen der Aufstellung und der Rechtskraft der Pläne zeigen, dass Hindernisse verschiedenster Art bei der Innenentwicklung entgegenstanden. Insbesondere durch die Eigentumsverhältnisse und geringes Nutzungsinteresse der privaten Eigentümer aber auch durch emittierende Handwerksbetriebe, welche Konflikte mit neuen Bewohnern befürchteten, ergaben sich im Fall (1) langwierige Verhandlungsprozesse. Dennoch konnte ab 2004 mit der Erschließung der Gebiete begonnen werden.

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